weich und empfindlich
Schirmherr des
11.Jahresbaumes:
Professor Ludwig Güttler
Mit dem Beseitigen
periodisch überschwemmter Auenwälder, mit dem
Begradigen und Verrohen zahlloser kleiner Wasserläufe und
Trocken-
legungen von Tümpeln haben wir in den letzten Jahrzehnten eine
früher
häufige, aber empfindliche und besonders schöne Baumart stark
dezimiert:
die Silberweide (Salix alba L.).
Die Weiden können selbst
Botaniker schnell zur Verzweiflung bringen, da es
sehr viele Arten gibt, die sich zudem besonders leicht
untereinander kreuzen.
Außerdem gibt es über die Zahl der Arten sehr abweichende
Meinungen, je
nachdem wie eng man den Artenbegriff faßt: es dürften um die
500 sein. Da
mag es beruhigend sein zu wissen, daß selbst Baumkenner und
-spezialisten
oft in der Identifikation von Weiden nicht sicher sind. So gibt
es sogar einen
eigenen Wissenschaftsbereich, der sich ausschließlich mit den
Weiden beschäftigt:
die Salicologie. Auch bei der Silberweide wird man bei genauerer
Prüfung fest-
stellen: was wie Silberweide aussieht, ist oft ein Bastard mit
der Knackweide.