Woran erkennt man eine Rosskastanie – was ist für sie charakteristisch?


Die Rosskastanie ist (Vorsicht!) nicht mit der Ess- oder Edel-Kastanie zu verwechseln, selbst wenn die Früchte auf den ersten Blick ähnlich aussehen. Die Blätter und Blüten aber nicht! Die Rosskastanie ist dagegen mit dem Ahorn so nahe verwandt, dass Botaniker sie nach neuesten Erkenntnissen gemeinsam mit diesem in eine botanische Familie stellen: die Seifenbaumgewächse.
Bei der rotblühenden Rosskastanie, die in kleinen Gärten und in Fußgängerzonen der Städte sehr beliebt geworden ist, handelt es sich übrigens um eine Kreuzung zwischen der Gemeinen Rosskastanie und der nordamerikanischen Pavie.


Habitus - Einen freistehenden älteren Baum erkennt man schon von weitem als Rosskastanie an der runden Krone, die aus der Ferne wie ein wolkiger, großer Ball aus Zuckerwatte aussieht. Von Nahem sieht man die Triebe mit auffallend großen Knospen, die glänzen und klebrig sind – Zuckerwatte? Natürlich nicht, aber interessant genauer hinzusehen – was sagt der Botanikprofessor? weiter >>


Blätter - Fast ebenso bekannt und wie die braunen Früchte mit dem hellen Fleck, dem Nabelfleck, sind die markanten Blätter der Rosskastanie.
Die Rosskastanie ist eine der ersten Bäume, die ihre Blätter entfaltet. Und sie tut es sehr schnell. Solchen hoffnungsvollen Frühlingsboten wurde schon immer viel Aufmerksamkeit zuteil. Beispielsweise in der Schweizer Stadt Bern, wo seit 1808 das Ausbrechen der Blätter aus den Knospen genau registriert wird. Das fast unglaubliche Ergebnis: Die ersten Blattspitzen zeigen sich bei den Berner Kastanien heute rund sieben Wochen früher als vor knapp 200 Jahren. Die letzten zwei, drei Jahrzehnte brachten dabei die stärksten Verschiebungen – nicht nur in Bern.
Die Kastanie - Dokumentarin der schleichenden Klimaveränderung !
Zurück zu den Blättern mit einer „Träufelspitze“ am Ende jedes Fiederblattes. Diese sorgt dafür, dass das Wasser schnell abläuft.
Können Sie sich erinnern ? Sie haben sie sicher schon gesehen, kein anderer Laubbaum bildet so seine Blätter. Sind es fünf oder sieben Fiederblättchen, die vom Ende des Blattstiels ausgehen ? weiter >>


Stamm - Die Rosskastanie ist häufig „drehwüchsig“. Können Sie sich etwas unter „Drehwuchs“ bei einem Baum vorstellen? Was dreht sich da oder was hat sich gedreht – wie bei einem Seil oder Schraube? Kann man das äußerlich erkennen? mehr >>


Blüte, Früchte, Keimung, Wurzeln - Wie leuchtende Kerzen stehen die Stände voller cremig-weißer Blüten Ende April Anfang Mai auf den Zweigen der Rosskastanie. Dieses auffallend schöne Bild kennen viele Spaziergänger. Aber haben Sie sich so eine Kastanienblüte schon einmal genauer, von Nahem angesehen? Der Botanikprofessor wird ganz euphorisch bei der Beschreibung der Schönheit der Blüten und wie die Rosskastanie die Bienen mit dem „Saftmal“ lenkt. Zum Saftmal kommt er aber erst nach einem großen „Umweg“ über die Früchte, die er als„Rollsamen“ bezeichnet, die Keimung dieser „Verdeckfrucht“ und nach den weit streichenden Wurzeln - beim Kapitel Ökologie dann etwas zum Saftmal.
Machen wir uns auf diesem Weg. mehr >>

Ökologie und Vorkommen