
Foto: Geis

Kirschbaum-Blüte
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Kulturform und Wildform
Blütezeit erkennt man besonders gut überall die im Wald (oder
am Waldrand) einzeln "versteckten" wilden Vogel-Kirschen, da
sie dann weiß zwischen den anderen noch kahlen Bäumen hervorleuchten.
Die Kulturform Süß-Kirsche findet man dagegen ausnahmslos außerhalb
des Waldes, dort allerdings ebenfalls die wilde Vogel-Kirsche. Da es zwischen
beiden alle Übergangsformen gibt (es handelt sich genau genommen
um zwei Varietäten einer Baumart), kann man sich nur am aufrechteren
Habitus und den kleineren Früchten (s.u.) der Wildform orientieren,
wenn man es genau wissen will. Bäume der Süß-Kirsche zeigen
hingegen oft eine gut sichtbare Pfropfstelle am Stamm und sind kleiner
als die Wildform, mit breiter Krone, und sie stehen meist zu vielen in
Reihen gepflanzt auf Wiesen.
Brauch mit Barbarazweigen
Kennen Sie den Brauch mit den Barbarazweigen? Dafür schneidet man
Anfang Dezember – am 4.12. ist der Barbara-Namenstag – ein
paar Kirschzweige ab, stellt sie im Zimmer in die Vase (das Wasser jeden
Tag wechseln und die unteren Enden ab und zu etwas nach schneiden), dann
blühen sie zu Weihnachten. Wenn es klappt. Früher wurden die
Zweige durch heiratsfähige Mädchen abgeschnitten und an jeden
Zweig der Name eines Jünglings geschrieben, den sich das Mädchen
als Mann wünscht. Welcher Zweig zuerst erblühte, sollte dann
der Auserwählte werden. Blühte gar keiner, fiel die Hochzeit
aus…
Altes Volksrätsel:
Es sitzt eine Jungfrau auf dem Baum;
Hat ein rotes Röcklein an.
In ihrem Herzen ist ein Stein:
Rat, wer mag das sein?
(Text: A. Roloff)
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