
Baumriese, Foto: Brunner
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wichtiges Gehölze
im Obstbau
Kirschen sind die wichtigsten Gehölze im Obstbau, allerdings heute
mehr und mehr die Sauer-Kirschen, weil sie unempfindlicher (gegen Spätfrost,
Hagel, Starkregen und Schädlinge) sowie weniger arbeitsintensiv sind
und nicht so gerne von Vögeln gefressen werden. Sie kennen sicher
auch einige Regionen in Deutschland, die berühmt für ihre Kirschplantagen
sind, z.B. in Hessen, Thüringen, Baden-Württemberg oder Sachsen.
Dort werden jedes Jahr auch Kirschenköniginnen gekürt. Inzwischen
ist es meist nicht mehr so, dass die Imker von selbst zu den Obstplantagen
kommen, sondern die Obstbauern müssen die Imker pachten. Denn von
den Bienen hängt entscheidend der Bestäubungserfolg und damit
der Fruchtbehang ab, und Imker gibt es inzwischen nur noch so wenige,
dass sie nicht mehr auf die Kirschplantagen angewiesen sind.
Süß-Kirschen im Obstbau werden grundsätzlich durch Veredlung
erzeugt, dabei werden besonders blühwillige Zweige auf die Vogel-Kirsche
gepfropft. In Mitteleuropa eingeführt wurde die Kulturkirsche bereits
von den Römern kurz nach der Zeitenwende. Pro Baum können jährlich
etwa 20 kg Früchte geerntet werden. Heute beträgt die Jahresernte
an Süßkirschen weltweit etwa 2 Mio. Tonnen, in Europa ist Deutschland
das Land mit den größten Mengen (120.000 t).
Kirschernte
Bis vor gar nicht so langer Zeit gab es in einigen Regionen schulfrei
zur Kirschenernte. Dann trällerten die Kinder:
"Rote Kirschen ess ich gern,
schwarze noch viel lieber;
in die Schule geh ich gern,
auf die Gaß' noch lieber."
Als es noch keine Süßigkeiten gab, ließen reife Kirschen
das Herz von Kindern höher schlagen.
Ziergehölz
Auch als Ziergehölz ist der Kirschbaum sehr beliebt. Es gibt über
50 Sorten mit besonderer Wuchsform, gefüllten Blüten oder besonders
guten Früchten. Ich möchte hier aber lieber keine einzelnen
Sorten nennen, weil das eine Geschmacksfrage ist und ich sonst wieder
aufgebrachte Anrufe und E-Mails wie beim Nussbaum erhalte.
(Text: A. Roloff)
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