Verwendung – Ökologischer Nutzen

Das Holz des Spitzahorns ist nicht ganz so wertvoll wie das des Bergahorns. Es ist mäßig hart, elastisch, druckfest, feinfaserig und zäh, gut spaltbar und dauerhaft, allerdings nur im trockenen Zustand. Die Farbe des Splintholzes ist weißgelblich, das Kernholz ist etwas rötlicher.

Da es nur mäßig schwindet, eignet es sich vorzüglich für die Herstellung von Messer-furnieren. Massiv zur Herstellung von Stühlen, Tischen, Küchengeräten, Tischplatten und Musikinstrumenten.
Früher nutzte man den sogenannten Frühjahrssaft, wie es heute in Nordamerika noch beim Zuckerahorn üblich ist (Ahornsirup, „Maple syrup“). Etwa 4 Wochen vor dem Austreiben geraten die Bäume „in Saft“, es entwickelt sich ein Überdruck im Stamm.
Der Baum kann „angezapft“ werden – es tritt eine süßliche Flüssigkeit aus. Allerdings sollte man dabei bedenken, daß die darin gelösten Zucker und anderen Inhaltsstoffe die Reservestoffe des Baumes für den Austrieb sind, so daß er bei größeren und wiederholten Verlusten Schaden nehmen kann. Daher sollte man einen Spitzahorn auch niemals kurz vor dem Austreiben beschneiden.

Der Honigbiene dient der Spitzahorn als hervorragende Futterpflanze, denn er liefert erhebliche Mengen an Blüten- und Blatthonig.

Bereits 1811 findet sich eine detaillierte Beschreibung, wie sich mit Ahornholz Tropenholz ersetzen läßt: „Man kann den Ahornbrettern und Bohlen eine schöne Mahagonifarbe dadurch geben, daß man zuerst das Holz mit Scheidewasser benetzt, darauf gibt man ein halbes Loth gepulvertes Drachenblut und ein Viertel gepulverte wilde Ochsenzungenwurzel, ein Achtel Aloe und zieht dann aus diesem Pulver mit einem Viertel Quart Branntwein eine Tinktur aus. Diese streicht man mit einem Schwamm oder Pinsel 2 bis 3 mal über die Bretter und läßt sie trocknen“ (Graf von Sponeck 1811).