Vorkommen und Verbreitung

Der Spitzahorn ist im größten Teil Europas von den Nordspanischen Gebirgen und Pyrenäen durch Mittelfrankreich, Südbelgien, Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Mittelfinnland und östlich bis zum Ural verbreitet. In England und Holland und den USA wurde die Art angepflanzt.

Heimisch ist diese Ahornart in der kollinen und montanen Stufe. In den Alpen fehlt sie über größere Strecken, so z. B. im größten Teil des Berner Oberlandes und des Mittel- und Oberwallis. Im Tessin ist diese Art angeblich nur angepflanzt; selten und vielfach nur gepflanzt im Appenzell, Graubünden, in Tirol und im adriatischen Küstenland.

Der Spitzahorn liebt vor allem tiefgründige, frische bis feuchte und kalkhaltige Böden in luftfeuchter Lage. Bezüglich Licht-, Wärme- und Nährstoffbedarf ist er aber viel genügsamer als der Bergahorn. Seine üppigste Entfaltung erreicht er in Lindenmischwäldern, wo Eichen, Linden und Ulmen dominieren. Diese Wälder sind heute nur noch in wenigen Gegenden zu finden, wie z. B. in südfranzösischen Gebirgen, in Alpentälern, wie dem Rhone- und Haslital, im Vierwaldstättersee-Gebiet, am Walensee und am Jurafuß.