Typische Waldrand Nische, Foto: A. Roloff
7a) großes Verbreitungsareal - lichtbedürftig

Das natürliche Areal des Wild-Apfels erstreckt sich über fast ganz Europa, bis auf Nordskandinavien, Nordrussland und Teile Spaniens und Griechenlands. Obwohl es ziemlich groß ist, findet man ihn selten, da er so konkurrenzschwach gegenüber anderen Waldbaumarten ist, dass er meist untergeht. Daher begegnet man ihm am ehesten einzeln oder in Kleinstgruppen an Waldrändern und in Ecken des Waldes, die nicht vollflächig bewirtschaftet werden. Was er klimatisch abkann, zeigt z.B. sein natürliches Vorkommen bis um St. Petersburg. Verbreitungsschwerpunkte in Deutschland sind heute einige intakte Auenwaldreste (z.B. an Oberrhein und  Mittelelbe) und regional im Mittelgebirge (z.B. im Erzgebirge und auf der Schwäbischen Alb).
Der Wild-Apfel ist sehr lichtbedürftig, hält im Schatten aber erstaunlich zäh durch – dort blüht er dann jedoch nur noch spärlich. Am wohlsten fühlt er sich daher in Gehölzinseln außerhalb des Waldes, wo er zusammen mit anderen Obstgehölzen und Sträuchern ausreichend Licht erhält. Unter Naturschutz-Gesichtspunkten ist er als hochrangig wertvoll einzustufen, er benötigt zum Erhalt und zu seiner Förderung unbedingt unsere menschliche Hilfe – die wird mit dem Apfeljahr 2013 sicher zunehmen. 

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(Text: A. Roloff)

 

 

Baumkönigin

Theresa Erdmann
Baumkönigin 2013

"Zuhause 2012" Bernhard Schmid Künstler-Holzgestalter www.singold36.de
Foto: Bernhard Weizenegger