Ökologie und Vorkommen

Vorkommen, Verbreitung

Das Areal der Bergulme entspricht in etwa dem der Stieleiche, im Norden und im Süden (Griechenland, Spanien und Korsika) reicht sie darüber hinaus. Als typische Mischbaumart der kollinen und montanen Stufe bevorzugt die Bergulme nährstoffreiche und besonders frische Böden, während steinige und trockene Berghänge gemieden werden. Auf Grundwassersenkungen wird meist mit Gipfeldürre reagiert. Wie der Bergahorn ist auch diese Baumart eine treue Begleiterin der Buche und dürfte in Bezug auf den Kalkgehalt des Bodens indifferent bis kalkhold sein. Im Verhältnis zu anderen Waldbäumen sind die Ulmen nicht sehr zahlreich und geschlossene Bestände selten. Meist sind die Bäume im Wald einzeln eingesprengt oder höchstens horstweise vertreten. Häufig finden wir sie auch in Schlucht- und Hangwäldern, zusammen mit Esche und Bergahorn.

Einer der schönsten Bestände alter Ulmen findet sich noch auf der Nordseeinsel Sylt im historischen Ortskern Keitums. Leider wird sich das Ortsbild mit reetgedeckten Friesenhäusern und alten Baumkronen in Kürze stark verändern.

Auch die Ulmen auf Sylt fallen jetzt dem Ulmensterben zum Opfer.

Ulmensterben

Ceratocystis ulmi, der Erreger des europaweiten Ulmensterbens, ist inzwischen über das Meer vorgedrungen und hat auch Keitums Ulmen befallen. Verbreitet wird dieser Pilz durch den Ulmensplintkäfer. Dieser bohrt seine Fraßgänge unter der Rinde und ermöglicht so den Sporen des Schlauchpilzes ein Eindringen in die Gefäßbündel der Stämme. Der Pilz bringt die Zellwände dazu, blasenartige Einstülpungen zu bilden. Diese Wucherungen verstopfen dann die Wasserbahnen und stören den Wasserhaushalt derart, daß schon nach kurzer Zeit vereinzelte Zweige und Äste absterben. Nur wenig später trocknet der ganze Baum aus.