Heilkunde, Mythologie und Brauchtum

Ulmenrinde wurde früher zerkleinert und angefeuchtet. Es entsteht ein durchsichtiger Schleim, der für äußerliche Wunden, speziell Brandwunden, als gutes Heilmittel galt. Das ausgezeichnete Laubheu der Ulme soll auch der Gesundheit des Viehs dienlich sein.

Im alten Griechenland waren die Ulmen dem Götterboten Hermes – dem Beschützer der Kaufleute und der Diebe – geweiht. Die geflügelten Ulmenfrüchte begleiteten jeweils die Seelen, welche von Hermes vor den Weltenrichter geführt wurden. Von den Nymphen wurden zum Gedenken an gefallene Helden schattige Ulmen gepflanzt.

In Südfrankreich nimmt die Ulme die Stellung unserer Linde ein. Unter ihrem Schatten wurde Recht gesprochen und Gottes Wort verkündet.