Charakteristika, Erkennungsmerkmale

Die Eberesche ist ein mittelgroßer, bis 20 m (selten 25 m) hoher Baum mit auffallend lichter Krone.
Insbesondere in höheren Lagen wächst sie auch strauchförmig und bildet oberhalb 900 m sogar eine eigene, dort nur noch strauchförmige Unterart. Der Stamm erreicht Durchmesser bis zu 40 cm (sehr selten 60 cm) und wird von einer hellgrauen, glatten und glänzenden Rinde umgeben. Erst im höheren Alter, das bei der Eberesche maximal nur ca. 150 Jahre (selten 200 Jahre) beträgt, wird eine unregelmäßig längsrissige, schwärzliche Borke ausgebildet.
Die weißen Blüten, die die Eberesche bereits mit einem Alter von 5–6 Jahren ausbildet, sind zu breiten Blütenständen von 200–300 Einzelblüten vereinigt. Die Blätter der Eberesche sind etwa 15 cm lang und unpaarig gefiedert. Nach der Blüte im Mai bis Juni (im Gebirge später) erfolgt die Fruchtreife im August bis Oktober.

Vögel schätzen die Früchte dieser Baumart sehr, so sehr, daß ihnen das oft zum Verhängnis wurde. Denn der Mensch benutzte die Früchte als Lockmittel für den Vogelfang. Dieser Eigenschaft als bestes Vogellockmittel verdankt die Eberesche ihren zweiten Namen „Vogelbeere“! Auch der Name Sorbus aucuparia ist darauf zurückzuführen: aucuparia leitet sich von avis capere = Vögel fangen ab. Ihr deutscher Name Eberesche läßt sich ebenfalls leicht erklären: Eberesche hieß ursprünglich Aberesche, d. h. falsche Esche. Nach der heutigen Einteilung gehört die Eberesche aber zu einer ganz anderen Familie, nämlich zu den Rosengewächsen. Das zeigen ihre Blüten mit fünf Kelch- und fünf Kronblättern sowie einer Vielzahl von Staubblättern.