Holzbeschreibung und Verwendung

Das Holz der Eberesche zeigt einen hellbraunen Kern, die Jahrringe sind deutlich zu erkennen. Es ist relativ schwer und hart, zugleich aber biegsam und elastisch und schwindet nur wenig. Obwohl es nicht sehr dauerhaft ist, gilt es als gut bearbeitbar, jedoch sehr schwer spaltbar. Das Holz wird heute zu Drechsler- und Schnitzarbeiten, für Holzschrauben, -räder, für Kunstgegenstände und zunehmend als Möbelholz genutzt. Früher spielte es in der Wagnerei und zur Herstellung von Faßdauben eine größere Rolle. In jüngster Zeit steigt die Nachfrage deutlich an, da man erkannt hat, daß eine Verwendung für Tischlerei und Möbelindustrie ohne Einschränkung möglich ist, ja die Qualität teilweise sogar über der der Eiche liegt! Selbst Furnier ist möglich, es läßt sich gut beizen, und fein poliert glänzt es auffallend schön.

Noch größer als der Nutzwert des Holzes ist jedoch der ökologische Nutzen dieser Baumart. Ihre Früchte sind der Lieblingsfraß vieler Singvögel, vor allem, wenn im Spätherbst die Insekten fehlen.
Die Früchte bleiben zudem bis in den Winter hinein am Baum hängen. Die große Zahl scharlachroter Früchte lockt die verschiedensten Vögel an. Auch Fuchs und Dachs nehmen die Früchte auf und fördern damit gleichzeitig sehr effektiv die Verbreitung der Eberesche, denn die unverdauten Samen werden wieder ausgeschieden. Eichelhäher und Nagetiere verstecken und begraben die Früchte, die sie später vergessen, was ebenso der Verbreitung dient.

Die Streu ist sehr leicht zersetzlich und enthält relativ viel Magnesium. Sie kann so den Bodenzustand erheblich verbessern, vor allem auf armen oder problematischen Standorten.