Verwendung und Nutzen

Lindenholz weist einen ziemlich breiten Splint auf. Es kann weißlich, gelblich, oft auch leicht bräunlich oder rötlich sein.
Vom grünen zum lufttrockenen Zustand (Raumgewicht 450–550 kg/m3) schwindet es mäßig bis stark. Einmal getrocknet, läßt es sich leicht und in allen Richtungen sauber bearbeiten. Da der Eiweißgehalt sehr groß ist, wird das Holz sehr oft vom Holzwurm befallen. Das Lindenholz ist zäh, fest, biegsam, aber wenig elastisch und im Längsschnitt fein nadelrissig. Im Witterungswechsel und unter Wassereinfluß ist die Dauerhaftigkeit sehr gering. Daher eignet es sich für den Außenbau nur schlecht. Dank seiner Weichheit eignet es sich sehr gut für die Herstellung von Reißbrettern, Spielwaren, Kästchen, Gefäßen und von Truhen. Auch liefert es eine gute Holzwolle, ein vorzügliches Furnier und eine hochwertige Filter- und Zeichenkohle.