Vorwüchsige Lärchen im Mischbestand, Foto: A. Roloff
Grand German in Schlitz (Hessen), Foto: A. Roloff
10a) Klima- u. Nährstoffansprüche, Mischbaumart

Beim Klima ist eigentlich alles möglich, aber je nach Herkunftsareal sehr unterschiedlich: es kann feuchtkalt, feuchtwarm, trockenwarm und trockenkalt sein. Besondere Nährstoffansprüche hat die Europäische Lärche nicht, sie kommt mit allen Böden zurecht, außer bei hoch anstehendem Grund- oder Stauwasser. Luftfeuchte Lagen sind ungünstig wegen des hohen Krebsrisikos (dazu weiter unten mehr), in solchen Lagen wird deshalb die resistente Japanische Lärche angebaut.

Mischbaumart und "Schlitzer Lärchen"

Heute spielt die Lärche forstlich eine wichtige Rolle als Mischbaumart in Buchenwäldern und kann dort zu einer höheren Arten- und Strukturvielfalt beitragen, wenn man den hohen Lichtbedarf berücksichtigt und sie z.B. in Gruppen in die Buchenverjüngung pflanzt. In Mischbeständen hat dann auch ihre schlechte Streu keine große Bedeutung mehr, da sie bei Durchmischung mit den Blättern anderer Baumarten schneller zersetzt wird.

Die Schlitzer Lärchen – Sahne der deutschen Lärchen-Forstwirtschaft
Wenn hessische Förster vom "Grand German" sprechen, dann wissen Kenner sofort, wovon die Rede ist: vom höchsten Lärchenbaum unter den sog. Schlitzer Lärchen, einem großen Lärchenbestand nordwestlich von Fulda. Mit über 20 Kubikmetern Holzvolumen ist dieser Baum nicht nur der stärkste Stamm dort, seine Höhe von 55 m macht ihn auch zum längsten der Republik, bei einem Stammdurchmesser von 1,17 m (Brusthöhe). Das dortige ursprüngliche Laubbaumgebiet zählt zu den ältesten Lärchenanbaurevieren in Deutschland – seit 1742.

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(Text: A. Roloff)

Baumkönigin

Isabel Zindler Baumkönigin 2012