11a) Lebensraum und Schäden

Eine ganze Reihe von Pilzen sind als wichtige Partner (sog. "Mykorrhiza") auf Lärchenwurzeln angewiesen, z.B. Lärchenröhrlinge, -ritterlinge und der Goldröhrling – den haben Sie vielleicht schon mal gegessen? –, oder sie kommen wie der Fliegenpilz auch an Lärchen vor.
Grünspechte und Fichtenkreuzschnäbel mögen Lärchen, laichende Grasfrösche suchen gerne Schutz unter dem dichten Filz alter Lärchennadeln.

Obwohl für die Europäische Lärche viele Schadinsekten bekannt sind, gilt sie als relativ unempfindlich. Bedeutende Schäden gibt es eigentlich nur durch den Lärchenblasenfuß (ein 1 mm großes nadelfressendes Insekt) und den durch einen Pilz hervorgerufenen Lärchenkrebs, der vor allem in luftfeuchten Lagen auftritt. Holzfäuleerreger unter den Pilzen haben kaum wirtschaftliche Bedeutung, es kommen z.B. Schwefelporling und Lärchenschwamm an Lärchenstämmen vor.
Bei einzelnen Herkünften (z.B. aus den Hochlagen der Alpen) kann die Spätfrostgefährdung im Frühjahr und das Krebsrisiko sehr ausgeprägt sein, wenn man sie im Tiefland anpflanzt.

Gegenüber den meisten Immissionen ist die Lärche relativ tolerant, wohl auch da sie die Nadeln jedes Jahr abwirft. Nur Ozon macht ihr Probleme. Nach neuesten Untersuchungen in England ist sie die Baumart mit dem höchsten Potenzial zur Verbesserung der Luftqualität in Städten. 30 Baumarten wurden dort auf ihr Luftverschmutzungs-Reduktionsvermögen hin untersucht – pflanzt mehr Europäische Lärchen in der Stadt!

 << zu 12)

(Text: A. Roloff)



Baumkönigin

Isabel Zindler Baumkönigin 2012