Naturdenkmal Winter-Linde bei Riesa, Foto: A. Roloff
5a) Heimatareal, Ansprüche


Das Heimatareal der Winter-Linde erstreckt sich über ganz Europa außer dem höheren Norden und bis nach Russland. Es reicht deutlich weiter nach Norden und Osten als das der Sommer-Linde und bildet dort sogar natürliche Reinbestände. Ihr Vorkommen ist vor allem im Berg- und Hügelland und im Auenbereich größerer Flüsse, wobei Schwerpunkte die Regenschatten-Bereiche von Harz, Rhön und Erzgebirge sind sowie Auenwälder an Elbe, Rhein, Saale und Oder. Nur im Gebirge bleibt sie hinter der Sommer-Linde zurück, die höher steigt (Winter-L. in den Alpen bis 1200 m, Sommer-L. bis 1700 m).
Die beiden Lindenarten unterscheiden sich deutlich in ihren Ansprüchen an Licht, Wasser, Wärme und Nährstoffe: grundsätzlich ist die Sommer-Linde anspruchsvoller, was Sie sich als Lernhilfe gut mit den deutlich größeren Blättern merken können, die natürlich "mehr von allem brauchen".
Diese größeren Blätter der Sommer-Linde führen auch zu einer gröberen Verzweigung als die der Winter-Linde. Das fällt einem allerdings nur auf, wenn sie direkt nebeneinander stehen, sonst nimmt man den Unterschied nicht wahr. Im Englischen heißen die beiden daher small-leaved lime (Winter-L.) und large-leaved lime (Sommer-L.).

 

 << zu 6)

(Text: A. Roloff)

Baumkönigin

Lil Wendeler Baumkönigin 2016