Verwitterte und behandelte Lärchenfassade, Foto: A. Roloff
Lärchenpavillon, Foto: A. Roloff
Lärchenbonsai, Foto: A. Roloff
12a) Holznutzung - vielseitig verwendbar

Die Lärche liefert eines der wertvollsten und härtesten heimischen Nadelhölzer. Bei den Förstern ist die Baumart daher sehr beliebt, allerdings kommt sie derzeit nur auf etwa 1% der Waldfläche vor – das könnte also gut noch mehr werden. Neuerdings setzen die Förster wieder mehr auf die robuste Lärche, statt der Douglasie wegen deren neuerlicher Probleme mit u.a. Schüttepilzen und Wurzelschäden. Lärchenholz ist sehr dauerhaft durch den hohen Harzgehalt (harziger als Kiefern), auch wenn es unbehandelt der Witterung ausgesetzt ist. Es kann daher sehr gut im Außenbereich verwendet werden, z.B. für Fassadenverkleidungen, Brücken, Masten, Zaunlatten, Holzpflaster und Dachschindeln (voll im Trend!).
Beliebt ist Lärchenholz vor allem als Konstruktionsholz für innen und außen. Auch bei Wasserbauten und im Bootsbau ist es ungeschlagen und hält dann problemlos über 500 Jahre, alte Wasserleitungen waren oft aus Lärchenholz, die kann man im Wallis auch gleich mit bewundern. Zudem ist das Holz durch seine rötliche Färbung des Kernes sehr attraktiv und riecht in frischem Zustand angenehm aromatisch. Es ist das beste Holz für Kübel und Bottiche, sagen die Böttcher.

Beliebte Hausbaumart

Die Lärche ist zudem ein idealer Garten- und Stadtbaum, da sie viel Licht durchlässt, im Frühling sehr früh austreibt und sich im Herbst sehr spät und leuchtend verfärbt. In den Bergen ist sie zusammen mit dem Berg-Ahorn die beliebteste Hausbaumart, sie übernimmt dann die Funktion des Schutzpatrons für Haus und Hof. Die Schönheit dieser Baumart ist vielfach in Dichtung, Kunst und Fotografie verewigt worden. Ihr filigraner Habitus und die Fähigkeit zur Kurztriebbildung machen sie zudem zu einem besonders beliebten Baum der Bonsaifreunde.

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(Text: A. Roloff)

Baumkönigin

Isabel Zindler Baumkönigin 2012