Früchte der Elsbeere, Foto: A. Roloff
Naturverjüngung, Elsbeere (helle Blätter) und Ahorn (dunkelgrüne Blätter)
6a) Früchte - Samen - Verjüngung

Die Fruchtreife der Elsbeere ist im Juli bis September, der Fruchtfall erstreckt sich von Oktober bis Januar. Die länglichen bis rundlichen Früchte sind bis 2 cm lang, anfangs rötlich gelb und fest, später bräunlich mit kleinen hellen Warzen. Die Oberfläche ist mehlig und ledrig. Die Frucht ist mit dem leicht abfallenden Kelch gekrönt, eine Folge des unterständigen Fruchtknotens. Das Fleisch der vollreifen Früchte schmeckt charakteristisch süßsauer. Das Fruchtfleisch ist wie bei der Birne etwas körnig, durch sogenannte Steinzellennester.Die Samen werden durch Tiere verbreitet. Die wichtigsten Verbreiter sind Drosselvögel, aber auch Fuchs und Marder. Nur am nördlichen Rand des Areals der Elsbeere in Dänemark klappt das nicht, denn dort tritt die Samenreife erst so spät im Oktober ein, dass die Vogelarten dann bereits in südliche Überwinterungsgebiet gezogen sind.Die natürliche Verjüngung erfolgt allerdings nur selten über Früchte, da ein großer Teil des Saatgutes vor allem von Mäusen gefressen wird und die Sämlinge einem starken Verbissdruck durchs Wild ausgesetzt sind. Wie bei den anderen Sorbus-Arten ist allerdings auch bei der Elsbeere das Ausschlagvermögen sehr groß. Die Vermehrung über Stockausschläge und Wurzelschösslinge spielt daher, auch aufgrund des relativ schlechten Fruchtansatzes oft eine größere Rolle als die geschlechtliche, vor allem an den Rändern des Verbreitungsgebietes. Daher profitiert die Baumart von der Nieder- und Mittelwaldbewirtschaftung, wie sie bis Anfang des 20. Jahrhunderts weit verbreitet war.

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(Text: A. Roloff)



Baumkönigin

Johanna Ditsch
Deutsche Baumkönigin 2011

Atelier Wallner

Die Baumkönigin zu Besuch bei dem Kunstdrechsler