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Stattlicher 25 m hoher Feld-Ahorn
4a) Verbreitungsareal / Standorte

Das Heimatareal des Feld-Ahorns ist Mittel- und Südeuropa, er kommt bis nach Sizilien und zum Kaspischen Meer vor. Die Eiszeiten hat er an den Südwestalpen überdauert und sich von dort mit etwa 100 m pro Jahr wieder zu uns vorangearbeitet. In NW-Deutschland fehlt er von Natur aus, wie auch Berg- und Spitz-Ahorn, ist aber dort vom Menschen seit längerem verbreitet worden. Er bevorzugt sommerwarme Standorte, kommt daher gerne in Weinbaugebieten vor und steigt nur selten über 800 m Meereshöhe. Mit kalten Wintern hat er aber kein Problem (bis -30° C).

In den Roten Listen wird sein Vorkommen in Brandenburg und Berlin als gefährdet eingestuft. In einem groß angelegten und 2013 abgeschlossenen Bundesprojekt zur Erfassung und Förderung seltener Baumarten wurden in Deutschland 1,3 Mio. Feld-Ahorne gefunden und kartiert (komplette Projektstudie kann unter www.ble.de als pdf geladen werden). Das wichtigste Ergebnis der 101 Seiten dicken Studie zum Feld-Ahorn: es gibt noch viele Wildvorkommen, allerdings ist davon der Großteil so klein, dass sie als nicht überlebensfähig eingestuft werden – wenn nicht menschliche Hilfe erfolgt!

Dabei zeigen sich erhebliche Ungleichgewichte zwischen den Bundesländern: die meisten Feld-Ahorne wurden in Mecklenburg-Vorpommern gefunden (eine ¾ Million!), die wenigsten in Sachsen und im Saarland weniger als jeweils 400 Exemplaren – was ich allerdings für Sachsen nicht glauben kann, denn ich alleine kenne schon weit über 1000 Bäume in Bereichen Sachsens, die auf der Karte gar nicht vorkommen, und bin sicher, dass es im Freistaat mehrere 1000 gibt – da sieht man wieder wie schnell er übersehen wird…). In Schleswig Holstein fehlt die Art sogar vollständig – liebe Nordlichter, bitte mal nachsehen ob ihr welche findet!
Die erfolgte Finanzierung und Durchführung dieses Projektes macht erfreulicherweise deutlich, dass man das Förderbedürfnis dieser Baumart auf Bundesebene erkannt hat, denn dazu ist als erstes wichtig, dies überhaupt wahrzunehmen. Nun müssen auf Landesebene Taten folgen, dafür kommt seine Ausrufung zum Baum des Jahres 2015 gerade recht, und die Studie liefert bereits konkrete Vorschläge, z.B. eine Bestandsvergrößerung bei kleinen Vorkommen. Und ein weiteres erfreuliches Ergebnis dieser Studie: über 80% der Feld-Ahorn-Vorkommen liegen bereits in Schutzgebieten wie Naturschutz-, Landschaftsschutzgebieten, Natura 2000-Flächen, Biosphärenreservaten, Natur- und Nationalparken – das beruhigt mit Blick auf die Zukunft…

 

 

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(Text: A. Roloff)

Baumkönigin

Claudia Schulze Baumkönigin 2015