3) Straßen und Stadtbaum

Auch wenn sie die Nähe des Wassers liebt – die Flatter-Ulme kann auch auf trockeneren Standorten ganz gut zurechtkommen. Schon im Barock gehörten Ulmen zusammen mit den Linden zu den beliebtesten Alleebäumen. In Osteuropa, ihrem Hauptverbreitungsgebiet, ist die Flatter-Ulme auch heute noch ein häufiger Alleenbaum. Aber auch in Nordostdeutschland kann man noch durch so einige Flatter-Ulmenalleen fahren.Die Flatter-Ulme hält auch das trockenwarme Stadtklima gut aus. Und sie ist recht tolerant gegenüber Luftverschmutzung, Streusalz und Bodenverdichtung. Sie könnte daher – auch als Ersatz für die längst weggestorbenen Feld- und Berg-Ulmen – wieder häufiger an Straßen, auf Plätzen und in Parks innerhalb von Städten angepflanzt werden.

Rekordbaum

Auf etwa 400-500 Jahre wird sie geschätzt, die Flatter-Ulme hinter der Kirche auf dem ehemaligen Friedhof in Gülitz, einem kleinen Ort im Nordwesten Brandenburgs. Noch beeindruckender ist ihr Stammumfang von fast 10 m (genauer: 9,87 m).

Sie ist damit nicht nur Deutschlands dickste Flatter-Ulme, sondern Deutschlands dickste Ulme überhaupt. Ein paar dicke Feldsteine - Reste der ehemaligen Friedhofsmauer - sind in der Basis des mächtigen, stark knolligen Stamms eingewachsen.

Foto: Andreas Gomolka

Baumkönigin

Caroline Hensel
Baumkönigin 2019