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Nutzung, Verwendung und Gesundheit

Einträglicher als die Holznutzung war in manchen Regionen bis vor gar nicht so langer Zeit die Erzeugung von Birkensaft. Wenn man eine Birke im zeitigen Frühjahr 2 bis 4cm tief anbohrt (oder sie ungewollt verletzt), tritt aus der Öffnung wochenlang eine klare Flüssigkeit aus, der sog. Blutungssaft. Er enthält Mineralien und Zucker als Reservestoffe des Bau-mes und tritt aufgrund eines um diese Jahreszeit entwickelten Überdruckes im Stamm ohne weitere Hilfsmittel aus dem Stamm aus. Auf diese Weise kann man in jedem Frühjahr bis zu 50 l Flüssigkeit pro Baum ernten. Da der Überdruck im Stamm schlagartig mit dem Austreiben der Blätter aufhört, ist die Produktion am Tag des Austreibens der Bäume beendet. Der Birkensaft wird dann nach streng geheim gehaltenen Rezepten weiterverarbeitet (je nach Bedarf und Stimmung) zu Wein oder Haarwasser: Birken-Haarwasser ist günstig bei Haarausfall, Kopfjucken und Schuppen. Birkenwein hat einen champagnerartigen Geschmack. Auch eine vorzüglich schmeckende Limonade läßt sich aus dem Saft herstellen.

Durch Anritzen der Rinde im Sommer läßt sich eine weitere, aber trübe, zuckerhaltige Flüssigkeit gewinnen, die durch ihren süßen Geschmack und ihre wertvollen Inhaltsstoffe in armen Ländern oder in Krisenzeiten eine Bedeutung haben kann. In der ehemaligen Sowjetunion gab es daher sogar Fernsehspots zu diesem Produkt.

Die weiße Rinde kann man wie unsere Vorfahren als Papierersatz verwenden, indem man die äußersten Rindenpartien vom Baum abzieht. Da der Inhaltsstoff Betulin die Rinde witterungsfest macht, gibt es in Skandinavien Häuser, deren Dächer mit Birkenrinde gedeckt sind. Die Lappen machen daraus Umhänge und Schuhe, die Indianer nehmen sie für ihre Kanus, und in Notzeiten kann man Mehl daraus herstellen und Pfannkuchen backen.
Für Besen und Ruten gibt es aus der Natur nichts Besseres als Birkenzweige. Mit Birkenruten peitschten die Besucher nordischer und russischer Dampfbäder ihre schwitzenden Leiber.

Das Holz der Birke ist besonders hell, weich, elastisch und mittelschwer. Durch diese Eigenschaften ist es für bestimmte Verwendungen beliebt: als Furnier für Küchen- oder Schlaf-zimmermöbel sowie Vertäfelungen, zur Herstellung von Schlittenkufen, Felgen, Deichseln, Propellern, Holzschuhen, Trögen, Tassen, Löffeln u.a.
Aus Birkenmaserholz lassen sich traumhafte Gebrauchsgegenstände oder Schmuck herstellen.
Es gibt kein besseres Kaminholz als das der Birke, vor allem zum Anmachen des Feuers.

Birkenteer ist ein vorzügliches Lederkonservierungsmittel und gab früher dem Juchtenleder einen eigenen Geruch. Birkenpech diente zum Kleben von Pfeilspitzen und Abdichten von Booten und war der vorzeitliche Kaugummi unserer Urahnen, wie archäologische Fundstücke von Kinderzähnen verraten haben.

Die Blätter der Birke sind nach dem deutschen Arzneimittelbuch ein anerkanntes Heilmittel. Ihr Wirkstoff dient der Durchspülung der ableitenden Harnwege bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen und zur unterstützenden Behandlung bei Nierengrieß. Sie können als Teeaufguß genossen werden. Längere Trinkkuren mit Birkenblättertee wirken entschlackend und blutreinigend.
Junge Birkenblätter lassen sich auch gut in einen Wildsalat mischen oder in Quarkspeisen und Frühlingssuppen verwenden.
Birkenknospen dienen als Therapiemittel bei Heuschnupfen.