Charakteristika, Erkennungsmerkmale

Die Gemeine Eibe gehört zur Gattung der Eiben aus der Familie der Eibengewächse. Auf der Nordhalbkugel kommen acht Arten vor.
Der immergrüne Nadelbaum erreicht selten Höhen über 20 m. Als Deutschlands älteste Eibe gilt die Hintersteiner Eibe im Allgäu, deren Alter auf ca. 2000 Jahre geschätzt wird. Sie hat einen Stammdurchmesser von etwa 1 m.

Häufig findet man Eiben, die aus mehreren miteinander verwachsenen Stämmen, sogenannten Komplexstämmen, bestehen.

Krone und Äste

Die Krone einstämmiger Exemplare ist meistens breit kegelförmig, später abgerundet bis kugelig.
Das Astwerk ist stark verzweigt, stärkere Äste leicht hängend, an den Enden wieder ansteigend.

Stamm - Knospen - Nadeln

Der tiefgefurchte, häufig spannrückige Stamm trägt anfangs eine rötlichbraune glatte Rinde, die später zu einer graubraunen, sich in Schuppen ablösenden Borke wird.
Die Knospen haben eine Länge von 4–6 mm und sind rundlich bis eiförmig.
Die gestielten Nadeln sind etwa 15 bis max. 40 mm lang und 2 bis 3 mm breit. Oberseits glänzen sie dunkelgrün. Auf der Unterseite sind die Nadeln graugrün und zeigen zwei undeutliche Spaltöffnungsstreifen.

Blüte und Samen

Die Eibe ist zweihäusig, d. h. es gibt sowohl männliche Bäume mit Staubblüten, wie auch weibliche mit sehr unscheinbaren, winzig kleinen 1 bis 1,5 mm Blüten auf der Zweigunterseite. Aus den weiblichen Blüten entsteht ein bräunlicher 6 bis 7 mm langer und 4 bis 5 mm breiter Samen, der von einem leuchtend roten saftigen Samenmäntelchen umschlossen ist.
Die Verbreitung der Samen ist wegen dieses für Vögel und Wild wohlschmeckenden Samenmantels gesichert. Der eigentliche holzige Samen wird unverdaut, aber keimfähig wieder ausgeschieden. Ohne diese Darmpassage liegt der Samen zwei Jahre über.