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Halleneffekt bei Buchen | Baum des Jahres - Dr. Silvius Wodarz Stiftung
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Mich erreichte die folgende spannende Frage:

Wo bleiben die unteren Äste bei den Buchen, wenn sie älter werden?

 

Da muss man erst einmal schauen, wie so ein Baum wächst. Der zieht sich nämlich nicht in die Länge, wie der Mensch, wenn er wächst. So ein Baum baut jedes Jahr noch ein Stück oben drauf, so als würde man Legosteine übereinander stapeln. Damit er nicht irgendwann umfällt wird er an den schon bestehenden Stücken auch jedes Jahr ein bisschen dicker. An jedem neuen Stockwerk werden auch gleich Äste angelegt, die auch jedes Jahr länger werden und an denen Blätter wachsen.

Ein Baum ist ein energetisch sehr effizientes System. Die grünen Blätter betreiben Photosynthese, um eine Art Zucker zu erzeugen. Dieser Zucker wird für das Wachstum der Bäume benötigt. Photosynthese funktioniert nur so lange, wie auch Licht auf die Blätter fällt. Buchen sind in der Lage auch noch im Halbschatten sehr gut Photosynthese zu betreiben. Sie können sich damit gegen andere Baumarten sehr gut durchsetzen und werden lichthungrige Baumarten, wie Eiche oder Ahorn, auf geeigneten Standorten immer verdrängen. Deshalb wirst Du auch in dunklen Beständen noch Buchen finden, wo alle anderen Baumarten schon aufgegeben haben. Der Baum wächst nun so, dass die oberen Knospen austreiben und einen Trieb nach oben bilden bzw. als Äste zur Seite. Damit überschatten sie die darunterliegenden Äste. Sie haben jetzt den Platz an der Sonne. Ein freistehender Baum hat damit in der Regel keine Probleme, da die unteren Äste ja auch weiter wachsen und damit die neuen Blätter aus dem Schatten der darüberliegenden Äste bringen können. Ganz extrem siehst Du das an einem gut gewachsenen Weihnachtsbaum – er hat eine Pyramidenform. Das geht in geschlossenen Waldbeständen nicht. Die Nachbarbäume versuchen selbstverständlich das Gleiche und dann kommen sich die Bäume ins Gehege und die Äste überschatten sich gegenseitig. Der weiter oben ist hat gewonnen.

Als Nebeneffekt der Verdunstung der Blätter entsteht ein Sog (Transpirationssog). Stellt Euch einen Strohhalm vor und ein Wasserglas. Jetzt zieht kräftig an dem Strohhalm und das Wasser fließt in euren Mund. Das gleiche machen die Blätter. Sie schwitzen an der Blattunterseite Wasser aus, es entsteht ein Unterdruck (Sog) und das bewirkt, dass weiteres Wasser nachströmt. So werden die Nährstoffe und das Wasser in die Äste, Zweige und letztendlich in die Blätter transportiert. Findet keine Verdunstung mehr statt, entsteht auch kein Sog. Blätter sterben ab und zuletzt die Äste, denn es kommen ja keine Nährstoffe mehr an.

Die meisten Nadelbäume behalten ihre toten Äste. Deswegen ist das auch sehr ungemütlich durch junge Fichtenbestände zu laufen. Entweder werden die toten Äste durch andere herabfallende Äste oder umfallende Bäume abgeschlagen oder von vorbeilaufenden Tieren oder eben vom Förster. Die meisten Laubbäume sind eigentlich Totastverlierer, das heißt, die Äste fallen irgendwann ab. In reinen Buchenbeständen hat man deshalb den so genannten Halleneffekt. Man läuft wie durch eine mit Blättern überdachte Säulenhalle (sucht mal im Internet nach den „Heiligen Hallen in Mecklenburg Vorpommern – Deutschlands ältestem Buchenwald) oder noch besser, fahrt mal vorbei!

 

 

Baumschreiberin

Claudia Schulze

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