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Wild-Apfel | Baum des Jahres - Dr. Silvius Wodarz Stiftung
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Große Bäume für kleine Leute


Der Wild-Apfel ist Baum des Jahres 2013

25. Baum des Jahres: „Ein sehr seltener Baum mit einem sehr bekannten Verwandten“


Vor ein paar Jahren hat man mal ganz viele Kinder befragt, welche Bäume sie kennen. Am meisten genannt wurde – nein, nicht der Weihnachtsbaum, sondern der Apfelbaum. Nun ist der Wild-Apfel zum „Baum des Jahres 2013“ ernannt worden.
Der Apfel hat schon seit vielen tausend Jahren eine besondere Bedeutung. Das war schon bei den alten Griechen der Fall. Die Göttin Aphrodite wurde mit dem Symbol des Apfels verehrt. Und wer sich in den griechischen Sagen auskennt, weiß, dass der trojanische Krieg mit einem Apfel begann.


In der Bibel hat die Vertreibung aus dem Paradies mit dem Apfel zu tun. Und bei den Märchen fällt euch sicher Schneewittchen ein: Sie wurde mit einem Apfel vergiftet.
Die Kaiser vieler Länder halten neben dem Zepter als Zeichen ihrer Macht einen „Reichsapfel“ in der Hand. Auch bei den Astronomen gibt es übrigens den „Reichsapfel“; hier ist er das Zeichen für die Erde.
Luther soll gesagt haben: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“ und wollte damit sagen, dass man nie aufgeben soll. In England heißt es „an apple a day keeps the doctor away“, „ein Apfel pro Tag hält den Doktor fern“, was soviel bedeutet, dass man nicht krank wird, wenn man täglich einen Apfel isst. Und wenn jemand sagen wollte, dass ihr euren Eltern ähnlich seht oder euch ähnlich verhaltet, sagt er vielleicht: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“.
Ihr seht, der Apfel spielt nicht nur in Märchen und Mythen, sondern auch im alltäglichen Leben eine sehr große Rolle.
Auch aus diesen Gründen hat Dr. Silvius Wodarz, Präsident der Baum des Jahres Stiftung, am 25.10.12 in Berlin den vom Kuratorium Baum des Jahres vorgeschlagenen Wild-Apfel, Malus sylvestris, zum Baum des Jahres 2013 ausgerufen.

Damit wurde zum 25. Male ein „Baum des Jahres“ proklamiert. Gegenüber dem so häufigen Kultur-Apfel ist der Wild-Apfel aber sehr selten – noch ein Grund, weshalb er Baum des Jahres 2013 wurde.
Anders als bei der Birne ist der Wild-Apfel aber nicht die Stammform des Kultur-Apfels, also des Apfels, den man isst – der stammt nämlich von asiatischen Wildarten ab und wurde schon vor über 2000 Jahren kultiviert. Die Früchte des Wild-Apfels sind klein, kugelförmig, meist grün bis gelbgrün und ohne Vertiefungen an Stiel oder Kelch. Sie sind herb und kaum zu kauen – daher auch der zweite Name dieser Baumart, „Holz-Apfel“.
Der Wild-Apfel kann in fast ganz Europa wachsen, bis auf Nordskandinavien und Teile Spaniens und Griechenlands. Allerdings ist er wegen seines Lichtbedarfs und seiner geringen Höhe von maximal 10 Metern sehr konkurrenzschwach. Er kommt deshalb fast nur an Waldrändern oder in Gehölzinseln außerhalb des Waldes vor.
Seine Blühzeit folgt den anderen Obstarten Ende April/Anfang Mai. Oft leuchten nur Teile der Krone rosa, später weiß. Im nächsten Jahr sind dann die anderen Äste mit der Blüte dran.
Alt wird der Wild-Apfel nicht – vermutlich liegt das Höchstalter bei etwa 100 Jahren, damit aber immerhin fast doppelt so hoch wie beim Kultur-Apfel. Da die Stämme im Alter meist hohl sind, kann man die Jahrringe meist gar nicht zählen. So ist das genaue Alter kaum zu ermitteln.

Ökologie

Viel Sonnenlicht benötigt der Wild-Apfel, ansonsten hat er keine großen Ansprüche. Er kommt mit nährstoffarmen und mit trockenen Böden zurecht – ganz im Gegensatz zum Kultur-Apfel. Die Früchte sind bei Wild, Kleinsäugern und Vögeln beliebt, die Blüten dienen als Weide für Bienen und Hummeln.

Nutzung

Wild-Apfelbäume haben meist krumme, dünne Stämmchen – oder sie sind hohl. Insofern ist das Holz kaum zu nutzen. Einige Künstler verwenden Apfelholz für Skulpturen, denn durch seine Drehwüchsigkeit und die häufigen Höhlen oder hohlen Stammteile regt es die Phantasie besonders an. Seht euch mal einen alten, knorrigen Apfelbaum an – vielleicht entdeckt ihr darin Figuren – Zwerge, Hexen, Engel…


Eine Geschichte zum Wild-Apfel erzählt Euch hier unsere Baumschreiberin >>


Mehr Informationen zum Baum des Jahres 2013, dem Wild-Apfel erfahrt Ihr hier