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Der Baum im Ganzen | Baum des Jahres - Dr. Silvius Wodarz Stiftung
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4) Der Baum im Ganzen
   

"Architektur"

Die grundlegende „Architektur“ der Fichte ist – ähnlich wie bei Tannen und einigen anderen Nadelbäumen – zunächst einmal recht simpel: Ein gerader, aufrechter Stamm, der sich jedes Jahr an der Spitze um einen Trieb verlängert und drumherum einen neuen Quirl aus Seitenästen treibt. Diese Seitenäste wiederum verlängern sich jedes Jahr um einen Haupttrieb geradeaus und zwei direkt schräg rechts und links abgehende kräftige Seitentriebe zweiter Ordnung. Weitere, aber schwächere Seitentriebe zweiter Ordnung wachsen unregelmäßig zwischen den Nadeln des Vorjahrestriebes heraus. Jeder kennt es – so ist der klassische Weihnachtsbaum aufgebaut – geometrisch wie ein Kegel. Der etagenweise Aufbau ist gut zu erkennen.

Insgesamt ist die Fichte in ihren vielen unterschiedlichen Wuchsgebieten in Europa zu einer höchst formenreichen Baumart geworden. Da gibt es sowohl sehr breite, ausladende, aber auch sehr schlanke, spitze Kronen. Es gibt Bäume, bei denen die Seitenäste zweiter Ordnung senkrecht wie Lametta herunterhängen („Kammfichten“). Bei anderen Fichten stehen diese Seitenäste wiederum streng waagerecht ab („Plattenfichten“). Und „Bürstenfichten“ gibt es auch noch. Bei diesen bleiben die Seitenäste zweiter Ordnung recht kurz und stehen unregelmäßig um den Seitenast herum. All diese dann doch recht unterschiedlichen Kronenformen kann man auch in unseren Wäldern finden. Das hat viel damit zu tun, dass bei den großen Aufforstungen in den letzten zweihundert Jahren im großen Umfang auch Fichtensaatgut aus unterschiedlichen Regionen Europas verwendet wurde. Der Formenreichtum der Fichte beschränkt sich aber nicht nur auf die Kronenformen, sondern ist auch bei den Zapfen, der Rinde oder der Farbe der Blüten zu finden.

Höhe

Fichten können eine Höhe von vierzig bis fünfzig Meter erreichen. In den polnischen Karpaten stehen sogar einige, die die 60-Meter-Marke überschritten haben. Sie ist damit – zusammen allerdings mit der Weiß-Tanne, die ganz ähnliche Höhenmarken erreicht – die höchste europäische Baumart. An der Baumgrenze in den Bergen und nördlich der Taiga zur baumfreien Tundra hin wächst die Fichte allerdings überhaupt nicht in die Höhe, sondern kriecht als höchstens 80 cm hohes sogenanntes Krummholz über den Boden. Auch in Hochmooren kann man gelegentlich solche waagrecht wachsenden Fichten finden.

Alter

Die Fichte kann ein Alter von über 400 Jahren erreichen. Die älteste in Deutschland dokumentierte Fichte stand im Bayerischen Wald und war 455 Jahre alt, als sie 1997 gefällt wurde. Im benachbarten tschechischen Böhmerwald wurde 1867 sogar eine 585-jährige Fichte umgesägt und stolz auf der zweiten Pariser Weltausstellung gezeigt.

"Old Tjikko"

2008 ging allerdings die sensationelle Meldung um die Welt, dass in Schweden eine 9550, in Worten: neuntausendfünfhundertfünfzig Jahre alte Fichte stehe. Dieser nur etwa fünf Meter hohe Baum – liebevoll Old Tjikko genannt - wächst in einer kargen, unwirtlichen Hochebene in der Provinz Darlana. Tatsächlich ist er – auch von den Entdeckern selbst grob geschätzt – nur einige hundert Jahre alt. Im Boden unter dieser Fichte wurden aber mehrere abgestorbene Wurzelholzreste gefunden, von denen das älteste tatsächlich ein messbares Alter von knapp zehntausend Jahren hatte. Doch ob Old Tjikko aus diesem im Boden gefundenen Holz hervorgegangen ist, das ist bislang lediglich eine Annahme der Entdecker und wurde durch nichts – auch nicht durch einen DNA-Test – belegt.

 

Old Tjikko: alt, aber bei Weitem nicht der älteste Baum, Foto: G. Mackenthun

 

5) Der Baum im Detail

Hier erfahren Sie Interessantes über Nadeln, Blüten, Zapfen, Rinde und das Holz der Fichte weiter zu 5) 

 

 

 

Text: Dr. Rudolf Fenner, Vertreter von ROBIN WOOD im Kuratorium Baum des Jahres

 

 

 

Baumkönigin

Anne Bente Schnoor
Baumkönigin 2017