6) Spitzenholz

 

Indianer stellten aus dem sehr zähen und elastischen Holz der Robinie ihre Bögen her. In Europa wurde diese Eigenschaft für Grubenholz genutzt, das sich erst deutlich verformt und knarrt, ehe es bricht, und so neben seiner Stützfunktion auch vor drohenden Stolleneinbrüchen warnen konnte.

Schon sehr früh wurde auch die besondere Härte und ungewöhnlich hohe Witterungsbeständigkeit des Robinienholzes erkannt. Kein anderes Holz aus Europa ist über Jahrzehnte ohne jegliche Imprägnierung derart resistent. Zunächst wurde diese Eigenschaft für Rebstöcke, Zaun- und Weidepfähle genutzt. Heute wird es auch im Wasser-, Boots-und Brückenbau sowie für Lärmschutzwände eingesetzt. Spielplätze werden mit Robinienstämmen gestaltet. Bei Gartenmöbeln, Terrassendielen und anderen Gartenhölzern ist Robinienholz die ideale, oft auch haltbarere Alternative zu all den Tropenhölzern, die derzeit für den Outdoor-Bereich angeboten werden. Das gelbgrünliche, sich später bräunlich verfärbende Kernholz wird wegen seiner schönen Maserung auch im Möbelbau eingesetzt.
Wegen seines überaus hohen, alle heimischen Hölzer übertreffenden Heizwertes ist das Robinienholz auch als Energieholz von besonderem Interesse.

Foto: Andreas Roloff


7) ... und in Zukunft?

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Text: Dr. Rudolf Fenner
(Vertreter von ROBIN WOOD im Kuratorium Baum des Jahres)

 

 

Deutsche Baumkönigin 2020

Charlotte Baumann
ist die Deutsche
Baumkönigin 2020