7) Die kultivierte Stechpalme


Schon früh wurden Stechpalmen wegen ihrer wehrhaften und immergrünen Belaubung sowie ihrer hohen Austriebfreudigkeit nach Beschneidung als Heckengehölz verwendet. Besonders in England gehörten sie zu den typischen Gehölzen, mit denen dort Äcker und Weiden eingegrenzt wurden. Vermutlich machte sie auch ihr hoffnungsgebendes Immergrün zu einem gerne gepflanzten Hausbaum. Auch in Park- und Grünanlagen sind fast immer zumindest ein paar Stechpalmen zu entdecken.

 

Ihre stärkste „Karriere“ allerdings machte sie als Zier- und Gartengehölz:

Es gibt heute eine kaum überschaubare Fülle von Gartenformen der Stechpalme. Meist sind es weibliche Sorten, damit sie auch die dekorativen roten Früchte im Herbst und Winter tragen. Darunter gibt es auch Sorten mit gelben oder orangenen, vor allem aber mit besonders vielen Früchten. Natürlich sind auch männliche Formen gefragt, allein schon, weil es ohne männliche Exemplare in der Nähe auch keine roten Früchte gäbe. Gefragt sind die männlichen Sorten aber auch in der Nähe von Kindergärten, Spielplätzen oder Schulhöfen, wo man keine Sträucher mit verlockend roten, aber giftigen Früchten haben möchte. Besonders häufig sieht man auch Stechpalmen mit zweifarbig –  grünweiß oder grüngelb – gemusterten, sogenannten panaschierten Blättern. Und von alledem gibt es dann noch Formen, die kleinwüchsig sind oder glatte Blattränder haben.

Ilex-Kulturvarietät „Northern Lights“ mit panaschierten Blättern, Foto: Hans-Roland Müller


8) Steckbrief

Charakteristika - weitere Merkmale der Stechpalme  

 

Text: Dr. Rudolf Fenner
(Vertreter von ROBIN WOOD im Kuratorium Baum des Jahres)

 

 

Deutscher Baumkönig 2021

Nikolaus Fröhlich
ist der Deutsche
Baumkönig 2021